1816 veröffentlichten die Gebrüder Grimm in ihrem ersten Band der Deutschen Sagen die Geschichte des Rattenfängers von Hameln. Fast zwei Jahrhunderte später setzten die steiner’schen «Brüder und Schwestern im Geiste» der weltbekannten Sage mit ihrem mechanischen Theater ein Denkmal.
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Wenn sich die Schatzkiste öffnet…
Eine der Juwelen unter unseren Ausstellungsprojekten: In einem kleinen Museumsraum von nur gerade 65 Quadratmeter Fläche entwickelten wir im ersten Stock des Leisthauses in Hameln ein begehbares, mechanisches Theater. Bewegend wird darin die altbekannte Sage des Rattenfängers von Hameln mit modern interpretierten Figuren, Musik, Tönen, Farben und Lichteffekten neu erzählt. Die Inszenierung in einer alten Mühle lässt die Geschichte in sechs emotionalen Bildern aufleben. Die 130 Paar Schuhe der vermissten Kinder, tausende lärmende und pfeifende Ratten und 130 Hemdchen erzählen die Geschichte. Quietschend öffnet sich eine Schatzkiste. Die Gäste, mitten im Lager auf Mehlsäcken sitzend, verfolgen gebannt das Geschehen. Die Sage des Rattenfängers, wie die Stadt von der Plage befreit wird, ist eine phantasievolle Erzählung einer zeitlosen Geschichte, die Kinder und Erwachsene gleichermassen begeistert.
Für dieses wunderbare Kleinod einer Ausstellung tanzten wir liebend gerne nach der Pfeife des Rattenfängers.
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